Udo Marquardt: Zeit und Mensch

Udo Marquardt verfolgt die Entwicklung unseres Verständnisses von Zeit, von seinen Ursprüngen bis hin zu seiner heutigen abstrakten Form, die notwendig ist, um moderne Gesellschaften zu organisieren. Dabei konfrontiert er uns mit unserer zunehmenden Entfremdung von der Zeit und plädiert für einen existenziell-lebensweltlichen Zeitbegriff, der die individuelle Lebensspanne betont.

 

Der Autor entfaltet auf diesem Weg eine Geschichte der Zeitvergessenheit, die eine Umkehrung von Heideggers These der Seinsvergessenheit vollzieht. Zeitvergessenheit beginnt nicht in der Antike, sondern ist ein Phänomen der Moderne. Aus dieser Zeitvergessenheit führt uns nur ein Umdenken, das in die Erkenntnis mündet, dass Zeit nicht nur ein organisatorisches Werkzeug ist, sondern das eigentliche Leben selbst.

 

 Marquardt Werk bietet eine Art Kulturgeschichte der Zeit, wirft aber zugleich Fragen nach dem Sinn des Lebens auf und lässt die Einzigartigkeit und Unwiederbringlichkeit jeder individuellen Lebenszeit deutlich werden. Der Inhalt des Buches reicht von philosophischen Zeittheorien bis hin zu praktischen Aspekten wie der Geschichte der Zeitmessung und der Beschleunigung des modernen Lebens. Eine Reise durch die Zeit und ihre Bedeutung für das menschliche Dasein.

 

 

 

Leseprobe

 

Udo Marquardt: Zeit und Mensch. Facetten einer Kulturgeschichte, Schwabe Verlag, Basel/Berlin 2024.

 

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